In einem Startup hast du kein 20-köpfiges QA-Team. Du hast zwei Entwickler und eine Deadline. Du kannst nicht alles testen.
Die Frage ist nicht „Sollen wir testen?“, sondern „Was testen wir zuerst?“
Die risikobasierte Testpyramide
Vergiss die traditionelle Testpyramide (Unit > Integration > E2E). Für Startups verwende ich einen risikobasierten Ansatz:
Priorität 1: Teste Dinge, die Geld kosten. Zahlungsabläufe, Abonnementverwaltung, Abrechnungsberechnungen. Ein Fehler hier kostet echtes Geld und echte Kunden.
Priorität 2: Teste Dinge, die Daten verlieren. Datenbankmigrationen, Datenexporte, Backup/Wiederherstellung. Ein Fehler hier ist katastrophal und oft nicht rückgängig zu machen.
Priorität 3: Teste Dinge, die Vertrauen verlieren. Authentifizierung, Autorisierung, Passwortzurücksetzung, E-Mail-Zustellung. Ein Fehler hier lässt Nutzer an deiner Sicherheit zweifeln.
Priorität 4: Teste alles andere. UI-Interaktionen, Randfälle, Leistung, Barrierefreiheit. Wichtig, aber nicht existenzbedrohend.
Die minimal lebensfähige Testsuite
Für ein typisches SaaS-Startup würde ich in Woche 1 Folgendes einrichten:
